Herzlich Willkommen

Willkommen beim Darß-Archiv. Diese Seite soll eine Plattform sein für alle, die sich für die Geschichte des Darß interessieren. 
Die Sammlung der Gemeinde Born im Borner Hof wird 2022 auf das Gelände der Alten Oberförsterei umziehen. Im Zuge dessen planen wir eine umfangreiche Inventarisierung und Digitalisierung. Die Ergebnisse werden hier zu besichtigen sein.

Auf dem Foto oben sehen Sie in der Bildmitte Johann Heinrich Ferdinand Parow, geboren am 1. März 1834 in Born auf dem Darß. Johann ging als Junge zur See, brachte es bis zum Kapitän. 1865 strandete sein Schiff Kehrwieder in der Tafelbucht vor Kapstadt. Parow ließ sich am Kap der Guten Hoffnung nieder und heiratete Johanna Wilhelmina Timmerman, die Tochter einer Familie, die ihm in der Zeit nach dem Schiffbruch half. 

Er fuhr eine Zeit lang auf Küstenschiffen zwischen Kapstadt und den übrigen westlichen Küstenstädten Südafrikas und handelte darüber hinaus mit Vieh und Grundstücken. Parow erkannte die Möglichkeiten, die sich im Gebiet um Tygerberg für den Vieh- und Grundstückshandel boten und gründete dort 1886 eine Farm mit dem Namen Parow – heute ein Vorort von Kapstadt. Die Fotografie entstand bei einem Born-Aufenthalt 1903. Parow starb am 4. Dezember 1910 auf seiner Farm in Südafrika. 

Veranstaltungshinweis // 11. September 2022

Hereinspaziert! 

Die Mitglieder des Darß-Archivs laden an diesem Tag zu besonderen Führungen ein. Es besteht die Möglichkeit, sich das Haupthaus der Alten Oberförsterei (EG) anzuschauen sowie die momentane Ausstellung "Sturmfluten auf dem Darß". Der Fortschritt der Sanierung in der Veranda und im so genannten Damenzimmer werden vorgestellt. Außerdem können Sie einen Blick in die Räume des neuen Museums, das 2023 eröffnet wird, werfen. Wir stellen den Baufortschritt und die Gestaltungsideen vor.

Selbstverständlich hat auch das Forst- und Jagdmuseum von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, das ganztägig Führungen anbietet.

Wir führen Sie ...

11:00 Uhr Führung im Haupthaus mit Ortschronist Holger Becker und anschließend um ca. 11:45 Uhr Führung durch den ehemaligen Pferdestall (zukünftiges Museum) mit Kuratorin Katharina Mau (hier nur max. 8 Personen möglich)

13:00 Uhr Führung Haupthaus
13:45 Uhr Führung ehem. Pferdestall

14:00 bis 16:00 Uhr   Kaffee und Kuchen und musikalische Untermalung

16:00 Uhr Führung Haupthaus 
16:45 Uhr Führung ehem. Pferdestall 

AUSSTELLUNG "ALS DAS WASSER KAM – DARSSER STURMFLUTEN"

finaler Ausstellungsaufbau

Jede Ausstellung geht mit intensiver Recherche einher. Wochenlang haben wir die Exponate zusammengestellt, Texte und Bilder recherchiert. Die Schwierigkeit diesmal: es gibt keine Fotos von der Sturmflut 1872. Zwar gibt es einige sehr dramatische Zeichnungen vom Unglück, aber auch nur wenig vom Darß. Dennoch sind wir sicher, eine spannende und abwechslungsreiche Ausstellung vorbereitet zu haben. Bis zur letzten Minute haben wir geräumt, gehängt, gestellt. Eine Polt – eines der zentralen Ausstellungstücke – wurde von Familie Boche unkompliziert zur Verfügung gestellt und mit tatkräftiger Unterstützung der Kurverwaltung in die Alte Oberförsterei transportiert. Dann war alles bereit.

Ministerpräsidentin besucht unsere Ausstellung

 

Bereits einen Tag vor der offiziellen Eröffnung besuchte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Freitagabend die Ausstellung „Als das Wasser kam – Sturmfluten auf dem Darß“. Sie wurde von Holger Becker und Katharina Mau durch die Alte Oberförsterei begleitet und zeigte sich beeindruckt von der Ausstellung. Sie nutzte die Gelegenheit sich als Erste in das Gästebuch der Ausstellung einzutragen. Abschließend dankte Frau Schwesig für das gesellschaftliche Engagement der Ausstellungsmacher und -helfer, solch ein Projekt auf die Beine zu stellen. 

 

erfolgreiche Ausstellungseröffnung

Zu der feierlichen Eröffnung am 25. Juni 2022 hatten Holger Becker vom Darß- Archiv und der Borner Bürgermeister Gerd Scharmberg geladen. Auch viele Leihgeber waren der Einladung gefolgt, so zum Beispiel Bernd Goltings, Jörg und Doris Pagel aus Prerow, Arnt Löber aus Ahrenshoop. Der Prerower Bürgermeister René Roloff nahm an der Eröffnung ebenfalls teil. Seine Gemeinde zählte zu den schwerstgetroffenen Dörfern der Sturmflut von 1872. Das regionale Interesse am Ausstellungsthema bestätigt Holger Beckers Idee der Sturmflut-Ausstellung. Am ersten Wochenende kamen an die 200 Besucher. Bedanken möchten wir uns ausdrücklich bei allen, die geholfen haben, diese Ausstellung zusammenzustellen! Besonderer Dank gilt der Unterstützung durch die Kurverwaltung Born. 

Neues aus dem Archiv

Post aus Frankreich! 

66 Jahre nach dem Dreh von "Die Hexen von Salem" am Borner Weststrand schrieben wir vom Darß-Archiv eine der Hauptdarstellerinnen an und erhielten Ende Dezember 2021 einen sehr freundlichen Brief von Mylène Demongeot. Sie schreibt darin, dass sie die schönsten Erinnerungen an die Dreharbeiten in Born hat und plaudert aus dem Nähkästchen der Dreharbeiten. Beigefügt hat sie neben einer Autogrammkarte auch Abbildungen von selbst gemalten Bildern. Weitere Briefe und auch Mails gehen seitdem hin und her. Mylène Demongeot ist heute 86 Jahre und lebt im Nordwesten Frankreichs.


Ausstellung: Als das Wasser kam – Sturmfluten auf dem Darß

Die Ausstellung beleuchtet eindringlich die Sturmflutkatastrophe vom 13. November 1872. Es wird erläutert, wie es zu der Sturmflut kam und welche immensen Schäden sie hinterließ – auf dem Darß, aber auch an den Küsten Mecklenburgs, Schleswig-Holsteins und Dänemarks. In den weiteren Räumen der Ausstellung geht es um die Sturmfluten, die folgten: 1904, Silvester 1913, 1954. 

Zu einer stillen Kranzniederlegung kamen am Sonntag, den 8. Mai 2022 der Borner Bürgermeister und seine zwei Stellvertreter an das Grab der fünf Sowjetbürger auf dem Borner Friedhof zusammen.

100 Laptops für 100 Heimatstuben
Der Heimatverband MV hat Mittel für die technische Grundausstattung der Heimatstuben über das Sonderprogramm des Bundes „Neustart Kultur“ sowie das Ministerium für Kultur, Wissenschaft, Bundes- und Europangelegenheiten eingeworben. Das Darß-Archiv erhält einen dieser Laptops. Wir freuen uns sehr! 

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Patrick Dahlemann überreicht Förderzusage

Am 7. Juli 2021 überreichte Staatssekretär Patrick Dahlemann an Bürgermeister Gerd Scharmberg eine Förderzusage in Höhe von 18.500 Euro aus den Mitteln des Vorpommern Fonds. Dieses Geld wird für die Erforschung der NS-Zeit auf der Oberförsterei Verwendung finden. 

Ausstellung eröffnet

Am 12. Juni 2021 wurde die Sonderausstellung im Haupthaus der Alten Oberförsterei eröffnet. Diese stößt auf großes Interesse nicht nur bei Bornern, sondern auch bei Urlaubern. In den ersten beiden Eröffnungstagen kamen bereits 180 Besucher. Geöffnet ist immer Sonnabend und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.  >> Impressionen

Erforschung der NS-Geschichte

Die Gemeinde Born hat sich entschieden, zur wissenschaftlichen Erforschung der NS-Geschichte auf der ehem. Oberförsterei einen Historiker zu engagieren. Das Darß-Archiv wirkt hierbei als Kontaktstelle zwischen dem Historiker Dr. Keßelring und der Gemeinde beziehungsweise den Menschen hier vor Ort oder aus der Region, die beim Zusammentragen von Fakten behilflich sind.

NeustartKultur

Wir freuen uns sehr, im Rahmen von "WissensWandel. Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive" eine Zuwendung zu erhalten. Das Geld wird für die Digitalisierung der Archiv-Bestände sowie die dazu nötige technische Ausstattung eingesetzt.

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Gedenken an 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

Der 22. Juni 1941 wurde zur Zäsur aller Menschen in der UdSSR – verantwortet von Hitlerdeutschland. 27 Millionen Tote Sowjetbürger, davon 15 Millionen Zivilisten und 3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene, das ist die schmerzliche Bilanz. 
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Sonderausstellung "Borner Seefahrertradition"

Im Juni 2021 wird im Haupthaus der Alten Oberförsterei eine Ausstellung über Borner Seefahrer eröffnet. Fotos, Gemälde, Geschichten und Hintergründe, ein Radio-Beitrag und ein bisher nie gezeigter Film erwarten die Besucher. weiter lesen

Forschungsgruppe der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück

Im Jahr 2000 trat eine Forschungsgruppe der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück an die Gemeinde heran. Zum Glück hatte Holger Becker bereits viele Informationen und Unterlagen zusammengetragen und in seinem Archiv eingeordnet. Auch gab es vor über 20 Jahren noch Borner, die damals als junge Menschen die Zeit des Nationalsozialismus miterlebt hatten. So befragte Holger Becker diese Zeitzeugen, machte sich umfangreiche Gesprächsnotizen. Er konnte sogar noch einen damals jungen Mann der Wachmannschaft der SS erreichen und befragen. Diese Auskünfte stellen heute einen historischen Schatz im Darß-Archiv dar. Die Zuarbeit des Chronisten Holger Becker und die Auskünfte der Zeitzeugen fanden Eingang in einer Enzyklopädie des US Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. Die Enzyklopädie in vier Bänden stellt eine Gesamterfassung der Konzentrationslager und Ghettos zwischen 1933 und 1945 dar.

Gedenken auf dem Borner Friedhof

Am 8. Mai 2021 wurde am Grab der fünf sowjetischen Kriegsgefangenen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung vom Nationalsozialismus in Europa gedacht. weiter lesen

NDR nordtour

Am 22. Februar 2021 drehte ein NDR Team einen Bericht über die Borner Kulturstraat. Sehen Sie den Beitrag in der NDR Mediathek.

Sendung "kulturjournal"  

Unter dem Titel "Kulturspaziergänge in Mecklenburg-Vorpommern" wird am 4. März 2021 die Borner Kulturstraat vorgestellt. Hören Sie hier den Beitrag.

Neue Buhnenstele

Buhnenstele zu Max Lingner mit Dr. Thomas Flierl eingeweiht  

Erschüttert durch seine Kriegserlebnisse und enttäuscht in seinen politischen Erwartungen, zog sich der Maler Max Lingner 1919 nach Born, in die ländliche Einsamkeit, zurück. Seine Büdnerei am Bodden umfasst heute vier Grundstücke (Chausseestraße 78a - 76). Hier hoffte er auf Ruhe, um in ländlicher Idylle malen zu können. Die Idee eines künstlerischen Refugiums verbunden mit einem bäuerlichen Dasein entpuppte sich im Alltag als Illusion. Zunehmend empfand Lingner die Abgeschiedenheit Pommerns als Isolierung und er entschloss sich darum, im Frühjahr 1922 den Hof aufzugeben. 

Das auf der Buhnen-Stele abgebildete Lingner-Werk „Die Weintraubenverkäuferinnen“ hat die Max-Lingner-Stiftung Berlin dankeswerterweise zur Verfügung gestellt. Der Vorstandsvorsitzende der Max-Lingner-Stiftung, Dr. Thomas Flierl, kam am Freitag, dem 16. Oktober 2020 höchstpersönlich nach Born, um sich die neue Buhnen-Stele anzuschauen und zeigte sich begeistert: „Natürlich wusste ich, dass Max Lingner in Born gelebt hat, aber ich konnte nie den genauen Ort lokalisieren. Jetzt weiß ich es!“ Thomas Flierl bot eine weitere Zusammenarbeit gern an und lud zum Gegenbesuch in das Max-Lingner-Haus nach Berlin ein.

Gemeindebeschluss

Aufarbeitung der Geschichte der Oberförsterei Darß in der Zeit des Nationalsozialismus und des Einsatzes von Zwangsarbeitern auf dem Darß 

Die Aufarbeitung der NS-Zeit und die damit verbundenen Personen stellt die Gemeinde vor eine Aufgabe, für deren Lösung Unterstützung durch einen fachlich versierten Historiker benötigt wird. Die Notwendigkeit steht im engen Zusammenhang mit der Entscheidung zur Schaffung einer musealen Einrichtung in der Gemeinde, die sich inhaltlich mit der Geschichte der Forst und Jagd auf dem Darß befasst. Die Aufarbeitung der Zeit von 1933 bis 1945 geht über den Forstbetrieb hinaus und erfasst das Wirken von Führungspersonen und den Einsatz und die Unterbringung von Kriegsgefangenen in Born a. Darß. 


Die Gemeindevertreter Borns beschlossen am 14. Oktober 2020 einstimmig, für die Aufarbeitung dieses Kapitels der Regionalgeschichte den Historiker Dr. Agilof Keßelring zu beauftragen.

Unsere kleinen Fundstücke nebenbei

Geschwister Friedländer

Unsere Recherche über die jüdischen Vorfahren der Geschwister Friedländer lesen Sie in den Fundstücken...

Tonnenabschlagen

Eine Annonce im „Barther Wochenblatt“ vom 22. Februar 1868 war für Holger Becker der erste schriftliche Nachweis für ein Tonnenabschlagen zur Fastnachtszeit. 

Liselotte Dross

Zwei Postkarten der Ahrenshooper Kunstmalerin...

Gedicht Dr. Heinrich

Unser Silvester-Fundstück 2020 ist ein Jahreswechsel-Gedicht von Dr. Valentin Heinrich, das er vor genau 50 Jahren geschrieben hat. 

Fotoschau 2021 – fällt coronabedingt aus

Leider muss aufgrund des Pandemie-Geschehens unsere diesjährige Fotoschau beim Weihnachtstreff am 5. Dezember 2021 im Borner Hof ausfallen.

Born auf dem Darß

Born blickt als ehemaliges Fischer- und Seefahrerdorf auf eine lange Geschichte zurück. Die ältesten Dokumente im Borner Archiv datieren aus dem 18. Jahrhundert. Natürlich ist Born älter und hat spätestens seit dem Bau des Jagdhauses 1561 und dem Neubau der Oberförsterei 1801 eine herausragende Bedeutung unter Jägern und Forstleuten. 

Ostseehalbinsel Darß

Zu jeder Zeit bestimmt die Lage zwischen Bodden und Ostsee das Leben und Schicksal der Darßer Bewohner. Fremdherrschaft (Schweden, Dänen, Franzosen) und Kriege hinterließen ihre Spuren. Das ärmliche Leben mit Landwirtschaft und Fischfang verbesserte sich mit der Blütezeit der Segelschifffahrt. Der Aufschwung des Bäderwesens machte den Darß wohlhabend.

Das Archiv

Das Archiv befindet sich momentan in einem Raum im Borner Hof, im Herzen der Gemeinde. Hier lagern Urkunden, Bilder, Bücher, Alltagsgegenstände und Dokumente aus vielen Jahrhunderten. Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Archivs ist es Verpflichtung und Leidenschaft zugleich, diese Schätze zu erhalten. 

Presseartikel

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